Individuelle Versorgung

Individuelle Versorgung

Als Solidargemeinschaft sichern wir uns gegenseitig zu, dass wir uns menschlich und finanziell verbindlich unterstützen. Aus dem Aufgabenverständnis der Samarita ergibt sich eine freie Therapiewahl, die durch die Begegnung von Patient und Arzt entwickelt und verantwortet wird. Grundlage der Samarita ist die Übernahme von Verantwortung für die eigene Gesundheit sowie die Überzeugung, dass Menschen selbst einen organisatorischen Rahmen schaffen können, der im Krankheitsfall eine verlässliche Absicherung der anfallenden Kosten einer medizinischen Behandlung bietet.

Unsere Mitglieder zahlen einen – vom Einkommen und von der Anzahl der mit abgesicherten Personen abhängigen – monatlichen Beitrag. Sie entscheiden, welche Kosten sie unmittelbar selbst tragen und welche Kosten von der Gemeinschaft übernommen werden sollen. Ein Teil des Mitgliedsbeitrages wird auf einem persönlichen Mitgliedskonto belassen, um Regelausgaben zu decken. Der übrige Beitrag wandert in den Solidarfonds, aus dem aufwendige Behandlungen bei schwerwiegenden Erkrankungen bezahlt werden. Eingezahlte Beiträge, die im Verlauf eines Jahres nicht für Regelbehandlungen ausgegeben werden, wandern ebenfalls in den Solidarfonds und kommen so der Gemeinschaft zugute.

Die Übernahme der Kosten richtet sich nach den Bedürfnissen der Mitglieder und dem ärztlichen Rat. Dabei gewährleistet die Absicherung in der Samarita Solidargemeinschaft mindestens das Niveau der gesetzlichen Krankenkassen. So kann für das jeweilige Mitglied die beste, individuelle Therapie gewählt werden, die eine optimale Genesung ermöglicht. Die Erhaltung der Gesundheit beziehungsweise eine gute Wiedererlangung der Gesundheit ist das zentrale Anliegen unserer Gemeinschaft. Im Krankheitsfall sind Hilfe und Zuspruch für den Erkrankten wesentliche Elemente, um Therapie und Genesung zu befördern. Unkomplizierte, pragmatische und emotionale Unterstützung helfen erkrankten Mitgliedern, sich ganz auf sich und ihre Wiederherstellung zu konzentrieren.

Die finanzielle Unterstützung soll eine verlässliche Hilfe sein - von Fall zu Fall auch über den Zuwendungsrahmen hinaus. Um diese Qualität der Hilfe erbringen zu können, ist es wichtig, gerade für die mehr oder weniger alltäglichen Fälle klare Regeln zu haben und selbst Grenzen zu setzen. Zur praktischen Verwirklichung dieser Ziele dient der Zuwendungsrahmen bei Verfügungen über das Individualkonto beziehungsweise bei Anträgen an den Solidarfond.

 

Im Krankheitsfall

Solidarität bedeutet, dass Menschen füreinander einstehen. Die Stärkeren unterstützen die Schwächeren und die Gesunden die Kranken. Solidargemeinschaften wie die Samarita schaffen solche positiven Beziehungsgefüge, in denen Solidarität möglich wird. Solidargemeinschaften setzen so der Vereinzelung und sozialen Kälte in unserer Gesellschaft ein vertrauensvolles Miteinander entgegen.