Individuelle Versorgung

Im Krankheitsfall - verlässlich abgesichert

Die Kernaufgabe der Samarita Solidargemeinschaft ist es, eine umfassende und individuelle Krankenversorgung zu gewährleisten. Die umfassende Krankenversorgung ist in der Zuwendungsordnung beschrieben. Bei schweren Erkrankungen kann zugunsten der Mitglieder vom Zuwendungsrahmenabgewichen werden. Der zu entrichtende Beitrag ergibt sich aus der Beitragsordnung. Für die Gestaltung des Beitrags sind relevant: das statistische Risiko, das Einkommen, die geltend gemachten Krankheitskosten von der Gemeinschaft insgesamt sowie der bewusste Umgang mit Gesundheit und Krankheit. Diese Aspekte werden zu Richtsätzen verdichtet, die jährlich durch einen unabhängigen Aktuar (versicherungsmathematischer Sachverständiger) überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

Die Mitglieder von Solidargemeinschaften kümmern sich aktiv um ihre körperliche, seelische und geistige Gesundheit und folgen damit dem Prinzip der Salutogenese.

Erkrankte Mitglieder der Samarita können die für sie am besten geeignete Therapieform (aus Alternativ- und Schulmedizin) frei wählen. Übernommen werden angemessene Kosten von Behandlungen, die der behandelnde Arzt und das Mitglied für medizinisch geboten halten. Absehbar höhere Kosten werden mit Hilfe eines Therapieplans oder Kostenvoranschlags ermittelt. Der Vorstand der Samarita entscheidet gegebenenfalls nach Rücksprache mit den jeweiligen Fachleuten über die Übernahme. Erfahrungsgemäß führt diese Vorgehensweise zu einer nachhaltigen und schnellen Gesundung und wirkt sich auch positiv auf die Kosten aus.

Eine im Vorfeld und allgemein gültige Liste der Absicherung unterliegenden Heilmittel existiert nicht. Es besteht ein Rechtsanspruch auf eine professionelle und angemessene Absicherung im Krankheitsfall. Abgesichert ist eine angemessene, umfassende Krankenversorgung, deren konkrete Ausgestaltung sich nach ärztlichem Rat, Therapieplan und individuelleren Bedürfnisses des Mitgliedes richtet. In der zwanzigjährigen Praxis der Samarita geschah die medizinische Kostenübernahme stets einvernehmlich und nach bestem medizinischem Wissen.

Für die in der BASSG versammelten Solidargemeinschaften gilt ausdrücklich nicht, dass Mitglieder in regionalen Gesprächsrunden über ihre Gesundheitssituation sprechen und Behandlungswünsche in der Gemeinschaft diskutieren. Alle Fälle werden die persönliche Anonymität wahrend von der jeweiligen Einrichtung zentral geregelt.

Behandelnde Ärzte erstellen in der Regel eine Rechnung nach einer geltenden Gebührenordnung, wie der GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte und Heilberufe), dem GebüH (Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker) oder der GOZ (Gebührenordnung für Zahnärzte). Diese Rechnungen können dann zur Abrechnung eingereicht werden. Bei Krankenhausaufenthalten wird entweder nach der Behandlung eine Rechnung vom Krankenhaus gestellt, oder das Krankenhaus setzt sich direkt mit der Geschäftsstelle der Samarita in Verbindung und beantragt eine Kostenübernahme für die erforderlichen Behandlungen.