Beiträge

Beitragsordnung

§ 1 Allgemeines

  1. Die Beiträge der Mitglieder dienen dazu, Zuwendungen und Zahlungen für Kosten, die durch die Erhaltung bzw. die Wiederherstellung der Gesundheit der Mitglieder entstehen, zu leisten. Um dies dauerhaft zu gewährleisten, dienen die Beiträge auch der Bildung von Sicherheitsmitteln. Weiter werden aus den Beiträgen alle Aufwendungen für den Geschäftsbetrieb und für die Weiterentwicklung der Solidargemeinschaft bestritten.

  2. Ziel ist, dass wir als Gemeinschaft - im Durchschnitt eines Jahres und über alle Mitglieder -mehr einzahlen als entnehmen und so dauerhaft unsere Leistungsfähigkeit als Solidargemeinschaft sicherstellen.
  3. Über den Erlass und Änderungen dieser Beitragsordnung entscheidet der Vorstand.

 

§ 2 Grundsätze der Beitragsgestaltung

  1. Für eine Gestaltung der Beiträge sind vier Aspekte relevant:

    • Das statistische Risiko: Versicherungsmathematisch ergibt sich aus der Statistik der Versicherten in Deutschland (Quelle BaFin) ein - über alle Lebensalter - durchschnittlicher Betrag an Krankheitskosten. Beiträge in der privaten Krankenversicherung werden auf das Einzelrisiko hin berechnet.

    • Das Einkommen: Der Staat regelt die Höhe der gesetzlichen Krankenversiche-rungsbeiträge in Form eines Prozentsatzes vom Bruttoeinkommen bzw. der Beitragsbemessungsgrenze.

    • Die geltend gemachten Krankheitskosten: In welcher Höhe unsere Beiträge liegen, wird nicht nur mit den objektiv auftretenden Erkrankungen und Unfällen in unserer Gemeinschaft zusammenhängen, sondern auch damit, welche Kosten jeder einzelne - unabhängig von seiner Beitragszahlung - gegenüber der Gemeinschaft geltend macht.

    • Der bewusste Umgang mit Gesundheit und Krankheit: Eine bewusste Lebensführung und Therapiewahl wird sich mittelfristig positiv auf die Summe der Krankheitskosten und damit auf die Beitragshöhe auswirken.
  1. Unsere Beitragsordnung berücksichtigt alle vier Aspekte, die wir zu Richtsätzen und den nachfolgenden Regeln verdichtet haben.

  1. Die Richtsätze werden, um der Entwicklung in der Gemeinschaft gerecht zu werden, jährlich durch einen unabhängigen Aktuar ( versicherungsmathematischer Sachverständiger ) überprüft und ggf. angepasst.

 

§ 3 Beiträge

  1. Für die Beiträge gelten folgende Richtsätze: Siehe Seite „Richtsätze für Beiträge

  2. Beim Eintritt in die Samarita Solidargemeinschaft ist ein Entwicklungsbaustein in Höhe von einmalig 1.500 € zu leisten. Dieser kann auch in bis zu 60 Monatsraten abgezahlt werden (mindestens 25,-- € / Monat).

 

§ 4 Allgemeine Regeln für Beiträge

  1. Der Richtbeitrag ergibt sich aus dem Gesamtbetrag der Einkünfte des Steuerbescheides vom jeweils vorletzten Jahr im Jahresdurchschnitt pro Monat. Der erste Richtbeitrag wird beim Aufnahmeverfahren festgelegt und gilt für das erste Jahr der Mitgliedschaft und das darauf folgende Jahr.

  2. Der tatsächliche Beitrag wird im Rahmen des Aufnahmeverfahrens vereinbart. Er kann höher oder niedriger als der betreffende Richtsatz sein. Der tatsächliche Beitrag kann auf Antrag mit Zustimmung des Vorstands geändert werden.

  3. Bei Ehepaaren, Partnern in eheähnlichen Lebensgemeinschaften oder eingetragenen Lebenspartnerschaften mit zwei Verdienern können die Einkommen zur Feststellung des Richtbeitrags addiert werden.

  4. Die Hälfte des Richtbeitrags geht in den Solidarfonds, von dort werden auch die Kosten für den Geschäftsbetrieb und die Weiterentwicklung der Solidargemeinschaft getragen.

  5. Der Rest des tatsächlichen Beitrags - also abzüglich des halben Richtbeitrags, der in den Solidarfonds geht - wird dem Individualkonto zugewiesen. Nicht verbrauchte Individualkonten gehen am Jahresende in den Solidarfonds über. Beiträge auf dem Individualkonto werden nicht verzinst.

  6. Wenn Zuwendungen aus dem Solidarfonds beantragt werden, sind vorher Zahlungen in Höhe des halben Richtbeitrags vom Mitglied zu tragen - entweder vom Individualkonto oder als „Selbstbehalt„ (die Eigenbeteiligungen gemäß der Zuwendungsordnung sind zusätzlich zu tragen). Im Härtefall kann von dieser Regelung abgewichen werden.

  7. Beiträge für Pflegepflichtversicherungen sowie Tilgungszahlungen für eine Leih- und Schenkgemeinschaft, die der Erhöhung der Sicherheitsmittel dient, werden auf den Beitragsanteil für den Solidarfonds angerechnet.

  8. Im Rentenalter gilt der Richtsatz, der zuletzt in der aktiven Zeit maßgeblich war.

  9. Beihilfeberechtigte werden für die Dauer einer bestehenden Beihilfeberechtigung unabhängig von ihrem Beihilfebemessungssatz mit 50 % der oben genannten Richtbeiträge eingruppiert. Für sie erfolgen keine Zuwendungen für den ihrem Bemessungssatz entsprechenden Teil ihrer Aufwendungen.

  10. Die Mitgliedsbeiträge werden grundsätzlich durch Lastschrift eingezogen. Im Falle einer Rücklastschrift geht die anfallende Gebühr zu Lasten des Mitglieds. Andere Zahlungsarten müssen ausdrücklich vom Vorstand genehmigt werden.

  11. Der Beitrag ist in monatlichen Beitragsraten zu entrichten. Die Monatsraten sind jeweils am Ersten eines jeden Monats fällig.

 

§ 5 Besondere Regeln für Beiträge

  1. Ist ein Mitglied mit einem Betrag in Höhe von zwei Monatsbeiträgen im Rückstand, mahnt ihn die Samarita Solidargemeinschaft e.V. unter Hinweis auf das mögliche Ruhen der Zuwendungen.

  2. Ist der Rückstand zwei Wochen nach Zugang dieser Mahnung noch höher als ein Monatsbeitrag, kann die Samarita Solidargemeinschaft e.V. das Ruhen der Zuwendungen feststellen. Das Ruhen tritt drei Tage nach Zugang dieser Mitteilung beim Mitglied ein. Während der Ruhenszeit kommt es nur zu Zuwendungen, die zur Behandlung akuter Erkrankungen und Schmerzzustände erforderlich sind, soweit keine Ansprüche gegen eine Kranken- oder Unfallversicherung bestehen. Die Zuwendungspflicht beschränkt sich nach Grund und Höhe auf ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche Zuwendungen.
    § 8 der Zuwendungsordnung findet entsprechende Anwendung.

  3. Darüber hinaus hat das Mitglied für jeden angefangenen Monat des Rückstands einen Säumniszuschlag von 1% des Beitragsrückstands sowie Mahnkosten in nachgewiesener Höhe, mindestens 5 EUR je Mahnung, zu entrichten.

  4. Das Ruhen endet, wenn alle rückständigen und die auf die Zeit des Ruhens entfallenen Beitragsanteile gezahlt sind.

 

§ 6 Aufrechnung

  1. Aufrechnungen sind nur bei unbestrittenen Forderungen möglich.